Körperarbeit mit Focusing

Focusing kommt ursprünglich aus der ­klientenzentrierten Psychotherapie und kann in verschiedenste therapeutische Methoden integriert werden. Da der Körper als wichtiges Instrument dient, eignet sich Focusing bestens als Ergänzung bei Körperarbeit. Körperarbeit soll den Klienten unterstützen, seine Achtsamkeit nach innen zu richten und mehr von sich selbst wahrzunehmen. Meine Werkzeuge für diese Arbeit sind Massage, Wahrnehmungsreisen durch den Körper, Bewegung, Atemwahrnehmung, Rollenspiele etc. Die Grundhaltung des Focusings beinhaltet Wertfreiheit, Akzeptanz, Absichtslosigkeit und Achtsamkeit.

Was passiert bei einem Focusing-Prozess?
Beim Fokussieren begleite ich Sie in entspanntem Zustand mit der Aufmerksamkeit nach innen. Dabei wird auf die körperlichen Empfindungen geachtet, die Sie im Kontakt mit einem Thema wahrnehmen. So werden Erlebensweisen und Inhalte zugänglich, die über verbale Kommunikation allein nicht erreicht werden können. Dadurch können ganz neue Einsichten und Handlungsimpulse entstehen.

Wenn ich Massage mit Focusing kombiniere, führt dies zu einem aktiven Dabeisein des Klienten. Mehr Körperpräsenz und tiefere Entspannung ist möglich.

Wenn ich Physiotherapie mit Focusing kombiniere, unterstützte ich den Klienten, den Körper von innen zu spüren. Ein Eingehen auf seelische Prozesse, die durch Arbeit am Körper in Bewegung kommen können, wird möglich.

Durch die Traumaarbeit nach Johannes B. Schmidt ist für mich ein wesentlicher Teil dazugekommen. Es gibt Momente beim Begleiten von Menschen, wo der Körper (das vegetative Nervensystem) die Selbstheilung auf einer ganz tiefen, subtilen Ebene übernimmt. Dazu braucht es den Mut, nichts zu "tun" sondern "geschehen zu lassen". Das ist für unsere Kultur eher ungewöhnlich und nicht ganz einfach. In einer Atmosphäre von Sicherheit, Vertrauen, Stille, Langsamkeit und Kontakt zwischen Klient und der begleitenden Person sind solche Momente möglich und zutiefst berührend und heilsam.


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